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Thema Rückkehrer zieht großes Publikum an

Ca. 180 Besucher bei zweiter Jahresveranstaltung der KIP NI


Nachdem die erste Jahresveranstaltung der KIP NI 2017 mit dem Titel Islamismusprävention gemeinsam gestalten bereits einen großen Zulauf hatte, knüpfte die diesjährige Veranstaltung an diesen Erfolg an. Ca. 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten zusammen mit den Referentinnen und Referenten über das aktuelle Thema der Rückkehrer und Rückkehrerinnen aus den Jihadgebieten Syrien und Irak.

Die Niedersächsische Verfassungsschutzvizepräsidentin Martina Schaffer gab in ihren Begrüßungsworten einen Überblick über die Situation der Rückkehrer in Niedersachsen und über das Engagement der KIP NI in diesem Themengebiet. So habe die KIP NI eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet, die auf der Grundlage bereits ergriffener Maßnahmen Handlungsempfehlungen für die weitere Bearbeitung von Rückkehrerfällen erarbeiten wird.

Einen ersten Einstieg in das Thema der Tagung bot das Junge Staatstheater Braunschweig, das eine Auskoppelung aus dem Stück "Djihad" von Ismael Saidi zeigte. In dem Stück werden anhand dreier Personen, die gemeinsam nach Syrien ausreisen, Motive für eine Radikalisierung, aber auch zahlreiche Momente aufgezeigt, in denen die Protagonisten an ihrer Mission zweifeln.

Die beiden Geschäftsführer der KIP NI, Daniela Schlicht und Dr. Andreas Schwegel, gaben im Anschluss einen Überblick über die Entwicklungen der KIP NI und zukünftige Projekte. Daniela Schlicht, Leiterin des Teilreferats "Prävention" beim Niedersächsischen Verfassungsschutz, betonte, dass die Strukturen der KIP NI im letzten Jahr weiter verfestigt wurden. In Zukunft soll die KIP NI als Niedersächsisches Landesprogramm für Islamismus ausgebaut werden. Dazu liefen derzeit konzeptionelle Überlegungen. Dr. Andreas Schwegel, Leiter der Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität im LKA Niedersachsen, berichtete über die operative Islamismusprävention. So sei im letzten Jahr eine große Zahl von Einzelfallkonferenzen unter Beteiligung einer Vielzahl von Akteuren durchgeführt worden.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, einen der vier angebotenen Workshops zu besuchen. Die Themen reichten von der Beschäftigung mit Theater als Medium zur Auseinandersetzung mit Radikalisierung (WS 1), über Herausforderungen und Handlungsansätze zivilgesellschaftlicher Präventionsansätze (WS 2) bis zum Umgang mit Rückkehrern aus sicherheitsbehördlicher Sicht (WS 3) und Handlungsfeld Schule (WS 4).

Thomas Ring, Vizepräsident des Landekriminalamtes Niedersachsen, äußerte sich in seinen Schlussworten sehr zufrieden über die bisherige Arbeit der KIP NI und den Ausbau der KIP NI zum Landesprogramm.




 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Informationen zur Veranstaltung

oeffentlichkeitsarbeit@verfassungs
schutz.niedersachsen.de
0511 6709-217

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