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Ausstieg aus dem Islamismus

Ausstiegsarbeit bedeutet nicht, dass sich jemand von der Religion des Islam distanzieren muss. Ebenso wie das Christentum ist auch der Islam mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar, was von vielen Millionen in Deutschland lebenden Christen und Muslimen täglich unter Beweis gestellt wird.

Ausstiegsarbeit bedeutet, dass die Islamistin oder der Islamist sich von der extremistischen Ideologie des Islamismus distanziert. Wie in jeder extremistischen Ideologie ist auch im Islamismus der Blick für die Wirklichkeit eingeschränkt. Die Komplexität der Wirklichkeit wird reduziert auf einen engen ideologischen Blick, der Wahrheiten ausklammert, die nicht mit der extremistischen Ideologie vereinbar sind. Ausstiegsarbeit bedeutet, die ideologischen Schranken wegzunehmen und wieder einen differenzierten Blick auf die Welt zu erlernen.

Zudem müssen die Motive erkannt und aufgelöst werden, die für die Hinwendung zur extremistischen Ideologie ursächlich waren. Zu fragen ist beispielsweise, welche persönlichen Probleme oder Frustrationen durch den Einstieg in eine extremistische Ideologie kompensiert werden sollten.

Neben dieser inneren Distanzierung von der extremistischen Ideologie ist auch der Ausstieg aus der extremistischen Szene notwendig. Der Ausstieg und die Stabilisierung eines neuen, nicht extremistischen sozialen Umfelds werden durch Beratung und praktische Hilfe unterstützt.



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